Lauf ABC

Ein Grundproblem vieler Langstreckler ist, dass sie laufen und laufen und laufen, dabei aber allzu oft trainingsbegleitende Maßnahmen vernachlässigen. Übungen wie das Lauf- und Sprung-ABC helfen, gewohnte Bewegungsmuster aufzubrechen. Damit betreiben Sie gleichzeitig immer auch Verletzungsprophylaxe.
Bauen Sie einen Teil der Übungen regelmäßig in Ihr Training ein, im Idealfall wären dies zu Beginn zwei Einheiten pro Woche á 20 Minuten. Keinen Sinn macht es, das Lauf-ABC nach einem langen Dauerlauf durchzuführen, weil ihre Muskulatur dann zu müde für diese schnellkräftigen Übungen ist. Optimal ist es, das Lauf-ABC nach einer kurzen Einlaufzeit dem eigentlichen Training voranzustellen.

 

Skippings
Auf deutsch würde man diese Übung Fußgelenklauf nennen. Aber das tut eigentlich niemand. Es ist wohl die bekannteste Übung des Lauf-ABCs. Sie bewegen sich mit kleinen Schritten vorwärts. Wichtig dabei ist der Abdruck aus dem Fußgelenk. Am Ende der Abdruckphase steht die Fußsohle fast senkrecht (siehe Foto oben). Das Knie heben Sie dabei maximal bis in einen Winkel von zirka 45 Grad. Die Arme unterstützen bewusst die dynamische Vorwärtsbewegung. Beginnen Sie die Übung langsam, achten Sie auf die korrekte Ausführung und steigern Sie dann stetig die Trittfrequenz.




Anfersen
Beim Anfersen versuchen Sie aus dem lockeren Laufen heraus, mit der Ferse das Gesäß zu berühren. Die Vorwärtsbewegung ist dabei gering. Der Oberkörper ist etwas mehr in Vorlage als beim „normalen“ Laufen. Achten Sie darauf, dass die Hüfte „gestreckt“ ist und dass Sie mit dem Vorfuß aufsetzen. Sie können einseitig oder wechselseitig anfersen. Beginnen Sie langsam, die Frequenz sollten Sie erst dann steigern, wenn Sie die Übung gut beherrschen.




Prellhopser
Diese kurzen „Hopser“ aus dem Fußgelenk verbesseren die Reaktivkraft. Achten Sie darauf, im Kniegelenk nur wenig zu beugen, so dass die Kraft zum Absprung nicht der Oberschenkelmuskulatur entspringt, sondern hauptsächlich aus dem Fuß kommt. Die Bodenkontaktzeit sollte sehr kurz sein (wie bei einem prellenden Ball). Ziehen Sie nach dem Absprung die Fußspitze an, landen Sie auf dem Fußballen, die Ferse berührt nur ganz kurz den Boden.




Hopserlauf
Jedes Kind beherrscht den Hopserlauf – ohne, dass man ihm sagen muss, was zu tun ist. Erwachsene müssen diesen Bewegungsablauf lernen, wenn Sie ihn 20 Jahre lang nicht geübt haben. Wenn Sie mit links abspringen, ist dies auch ihr Landebein. Durch einen kurzen Zwischenhopser wechseln sie dann ihr Absprungbein. Nehmen Sie beim Absprung die Arme mit, setzen Sie das Schwungbein intensiv ein, um an Höhe zu gewinnen. Der Oberschenkel sollte bis in die Waagerechte geführt werden.




Kniehebelauf
Der Kniehebelauf unterscheidet sich von den Skippings hauptsächlich durch einen höhen Kniehub. Der Oberschenkel des Schwungbeins kommt dabei bis in die Waagerechte. Die leichte Oberkörpervorlage sowie die Fuß-, Knie- und Hüftstreckung bleiben ebenso wie der Ballenlauf erhalten. Auch hier können Sie die Schrittfrequenz variieren. Allerdings ist eine technisch saubere Durchführung immer wichtiger als die Höhe der Frequenz. Die Arme unterstützen die leichte Vorwärtsbewegung. Der Kniehebelauf ist gegenüber der Fußgelenkarbeit als deutliche Steigerung in Intensität und Schwierigkeitsgrad zu sehen.




Überkreuzen
Diese Übung ist ein Seitwärtslauf, bei dem Sie Ihre Beine in einer Scherbewegung überkreuzen – daher auch der Name der Übung. Das koordinativ Anspruchsvolle an dieser Bewegung ist, dass sie einmal das linke, dann wieder das rechte Beine vornehmen. Auch hier sollten Sie auf einen bewusst kräftigen Abdruck achten. Um die Übung noch dynamischer zu gestalten, können Sie als Variante auch den Oberschenkel des vorderen Schwungbeins wie beim Kniehebelauf bis in die Waagerechte bringen.




Sprunglauf
Für den Sprunglauf brauchen Sie ein paar Schritte Anlauf. Diese Übung ist sehr anspruchsvoll und verlangt eine hohe Körper-spannung. Nach dem kurzen Anlauf springen Sie mit dem rechten oder linken Bein ab. Achten Sie darauf, dass das Absprungbein optimal gestreckt ist und das Schwungbein in der Waagerechten steht. Verharren Sie bis kurz vor der Landung in dieser Position. Kennzeichen des Sprunglaufs ist eine hohe Flugbahn. Setzen Sie nun mit dem Schwungbein auf und drücken sie sich gleich zum nächsten Sprung ab. Mehr als 10 Sprünge sollten Sie zu Beginn nicht in einer Serie unterbringen.




Storchengang
Der Storchengang unterscheidet sich vom Kniehebelauf nur darin, dass im Anschluss an den Kniehub der Unterschenkel des angehobenen Beines nach vorne „gekickt“ wird. Dadurch ensteht eine ziehende Laufbewegung. Wichtig dabei: Auch bei der Kickbewegung muss der Oberkörper in leichter Vorlage bleiben.

 

Quelle: www.leichtathletik.de

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